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Was ist eine ordentliche Kündigung?

Wird eine bestehender Vertrag fristgerecht durch eine der beiden Seiten aufgehoben, so spricht man von einer ordentlichen Kündigung. Besonders beim Arbeitsvertrag ist es sehr wichtig, auf den Passus „Fristgerecht” zu achten. Denn davon hängt unter anderem ab, ob eine Kündigung gerechtfertigt ist oder nicht.

Was ist für eine ordentliche Kündigung wichtig?

Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können einen bestehenden Arbeitsvertrag kündigen. Während beim Arbeitnehmer aber eine Kündigung durch Angabe eines allgemeinen Grundes wirksam ist, muss der Arbeitgeber einen genauen Grund nennen, aus dem er den Arbeitnehmer entlässt. Das Kündigungsschutzgesetz nennt 3 mögliche Gründe:

  • 1. Personenbedingt: Der Arbeitnehmer kann nicht mehr die von ihm geforderte Leistung bringen, vielleicht durch Verletzung oder durch veraltete Kenntnisse.
  • 2. Betriebsbedingt: Das Unternehmen kann es sich nicht leisten, den Arbeitnehmer länger zu beschäftigen, weil Sparmaßnahmen erforderlich sind oder das Unternehmen insolvent wird.
  • 3. Verhaltensbedingt: Das Fehlverhalten des Arbeitnehmers führt zur Entlassung.

Dem Arbeitgeber kann das Recht einer ordentlichen Kündigung abgesprochen werden, wenn diese als sozial ungerechtfertigt gilt, sie also nicht einem der drei Gründe genügt.
Auch wenn Arbeitnehmer keinen genauen Grund für eine ordentliche Kündigung vorlegen müssen, so ist es in der Praxis doch üblich, das zu tun, schon mit Hinblick auf ein mögliches Arbeitszeugnis.

Das Gegenteil – Die außerordentliche Kündigung

Bei einer ordentlichen Kündigung muss man die Fristen beachten.

Bei einer ordentlichen Kündigung muss man die Fristen beachten.

Während eine ordentliche Kündigung gemäß den Fristen des Kündigungsschutzes verläuft, gibt es auch Situationen, in denen diese Kündigungsfristen nicht greifen. Diese führen dann zu einer außerordentlichen oder fristlosen Kündigung. Die Gründe dafür sind meist schweres Missverhalten des Arbeitnehmers (Diebstahl, Verrat von Firmengeheimnissen) oder Änderungen des Arbeitsvertrages zu Ungunsten des Arbeitnehmers.

Wie die ordentliche Kündigung muss auch eine außerordentliche Kündigung in schriftlicher Form unter Angabe eines Grundes erfolgen. Ein Arbeitnehmer hat das Recht gegen diese Kündigung Einspruch vor einem Arbeitsgericht einzulegen. Dann müssen beide Seiten ihre Argumente vorlegen und ein Richter entscheidet. Bei einer außerordentlichen Kündigung kann es auch sein, dass die Endbezüge entfallen.

Die Alternative – Der Aufhebungsvertrag

Statt einer ordentlichen Kündigung kann es auch zu einem so genannten Aufhebungsvertrag kommen. Hier trennen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in gegenseitigem Einverständnis. Eine Kündigung hat für viele den Makel, dass sie nach Entlassung klingt. Mit einem Aufhebungsvertrag kann sie umgangen werden. Nicht selten erhält der Arbeitnehmer hier noch eine Abfindung von Arbeitgeber. Im Gegenzug verpflichtet er sich, eine Zeit lang dem gemeinsamen Gewerbe fern zu bleiben. Ein Aufhebungsvertrag kann also eine gute Sache sein, den Arbeitnehmer aber auch schlechter da stehen lassen, als eine ordentliche Kündigung. Daher sollten Betroffene sich genau die Details des Vertrages durchlesen.

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